Ich will mich zum Thema #KI auch mal äußern. Schließlich forschen und lehren wir in diesem Bereich.
Ein Punkt, der in der Berichterstattung und Diskussion meines Erachtens viel zu wenig Beachtung findet:
Da rollt eine riesige Welle auf uns zu. Eine Welle ungeahnten Ausmaßes und mit verheerenden Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft. Die Welle der Inkompetenz.
Kurzer Realitätsabgleich: Bei uns an der Uni sind vorlesungsbegleitende Übungen, Fachpraktika und Seminare effektiv tot. Ob Programmieraufgaben, Übungsblätter oder Textarbeit - der Anteil an KI-generierten Abgaben liegt (geschätzt, denn genau sagen kann man das nie) zwischen 90% und 100%. Studis lassen ganze Bachelor- und Master-Arbeiten von KI erstellen. Code und Ausarbeitung sowieso, aber auch inklusive der ebenfalls notwendigen Vortragsfolien. Wir hatten den ersten Studi, der im persönlichen Betreuungsgespräch (keine Prüfung!) nicht mal mehr selbst geantwortet hat. Der hatte währenddessen ChatGPT offen und hat unsere Fragen einfach weitergereicht und uns die Antworten vorgelesen. Ohne Scham. Stellt man diesen Studis nur eine Nachfrage, z.B. zu ihrem Code - keine Antwort/Ahnung.
Wir bilden insofern gerade eine Generation von Studis aus (bzw. die sich selbst), die keine Kompetenz hat und nichts genuin kann, d.h. keine auf Wissen und Verständnis basierte Expertise, außer eine KI zu bedienen.
Die ersten dieser Studis gehen jetzt in den Arbeitsmarkt. Der oben genannte mit ChatGPT ist anscheinend bei der Deutschen Bank untergekommen. Die Leute arbeiten dort vermutlich genau so weiter, werden irgendwann auch Chef:in. Erwarten von ihren Mitarbeitenden dann auch nichts anderes. Das ist eine Katastrophe.
Nur für eine Gruppe von Leuten nicht. Nämlich die, die jetzt diesem Trend entgegengehen und es schaffen, sich wirklich selbst Dinge zu erarbeiten, zu verstehen und zu durchdenken, und auf dieser Basis auch Neues zu erschaffen. Meine Erwartung/Vorhersage: Diese Leute werden in nicht allzu ferner Zukunft hart umworben werden, sich jeden Job aussuchen können und sehr gut bezahlt werden.
Alle anderen, befürchte ich, werden mit ihren selbstgewählten Inkompetenz in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, wenn KI keine "ausgeklügelten" Prompts mehr braucht.
Brave new world.
Jens Kube
in reply to Jens Kube • • •punIssuer
in reply to Jens Kube • • •Dieu
in reply to Jens Kube • • •Susanne Lilith
in reply to Dieu • • •Nicht nur die!
Dieu
in reply to Susanne Lilith • • •o/1MS\o ⌨️🐧 | #WeAreNatenom
in reply to Jens Kube • • •Weil das Lesen von Beiträgen im Fediverse auch ohne Konto möglich ist.
Dank Elmo sind jetzt z.B. aktuelle Informationen der lokalen Blaulicht-Institutionen nur noch lesbar, wenn ein Account auf der verseuchten Plattform vorhanden ist.
heise.de/news/Zugriff-auf-X-oh…
Zugriff auf X ohne Konto: „Nitter“ und „XCancel“ nach Anwaltsbrief geschlossen
Martin Holland (heise online)Ryek Darkener
in reply to Jens Kube • • •Will man also 10.000 Follower, die sich nicht wirklich für deine Inhalte interessieren? Oder 100, mit denen man sich austauschen kann, wenn man will?
Christian Meesters
in reply to Jens Kube • • •Mich treibt diesselbe Frage um - wenn die Materialien öffentlich würde ich mich sehr freuen!
Zu den Fragen:
- Die großen Plattformen täuschen Reichweite vor. Hier gibt es vielleicht weniger Interaktion, aber dafür reichhaltigere.
- Persönlich finde ich Informationen rund um meine Themen (Bioinformatik, HPC, OpenScience, etc.) hier im Fediverse wertvoll und möchte sie nicht missen.
R.L. LE
in reply to Jens Kube • • •#stoptheSlop
Sagittarius_59
in reply to Jens Kube • • •Hendrik Weimer
in reply to Jens Kube • • •Die Begründung für das Fediverse hängt ein bisschen davon, ab wo die Leute stehen, die man überzeugen möchte.
Sehen sie die großen Plattformen als Problem? Falls nein, dann bietet sich an, darauf zu verweisen, dass deren Algorithmen wissenschaftsfeindliche Positionen systematisch unterstützen: doi.org/10.17645/mac.v8i2.2937
Sind sie auf stattdessen auf BlueSky aktiv? Da kann man fragen, ob sie darauf warten wollen, bis die Finanzierer aus der Kryptowährungsbranche das auch gegen die Wand fahren oder ob sie es einmal richtig machen wollen.
Der Artikel "Mastodon over Mammon" von @brembs enthält auch viele gute Punkte: doi.org/10.1098/rsos.230207
kopflast 🐧
in reply to Jens Kube • • •ij
in reply to Jens Kube • • •@reticuleena hält bei euch bestimmt auch gerne einen Vortrag zur Reichweitenlüge. Einfach mal als Speakerin einladen…
digitalcourage.de/blog/2025/di…
Die Reichweitenlüge | Digitalcourage
DigitalcourageMarkus
in reply to Jens Kube • • •lankohr
in reply to Markus • • •ipofanes
in reply to Jens Kube • • •Sven Geggus
in reply to Jens Kube • • •Robert K
in reply to Jens Kube • • •Chaotica
in reply to Jens Kube • • •Bei der Reichweitenfrage drängt sich mir ja immer auf: Was möchtest Du? Viele Beziehungen oder gute*?
* im Sinne von konstruktiv, wertschätzend, weiterbringend
Cyb3rrunn3r
in reply to Chaotica • • •Chaotica
in reply to Cyb3rrunn3r • • •@cyb3rrunn3r
Manche Leute halten auch 3/4 für besser als 2/3. 🤷♀️
Edit: Typo
punIssuer
in reply to Chaotica • • •Panta Rhei
in reply to punIssuer • • •¯\_(ツ)_/¯
@Chaotica @cyb3rrunn3r @Naturtrueb
OchMensch
in reply to Chaotica • • •... und wenn du die Bots mal rausrechnest, bleibt von der schlechten Beziehung oft auch noch weniger Reichweite übrig als manchmal gedacht.
Thomas Ebinger (Moderator)
in reply to Jens Kube • • •El_Brueck
in reply to Jens Kube • • •MvRiederberg
in reply to Jens Kube • • •Randrabe
in reply to Jens Kube • • •Na immerhin ging über einen Boost.
Eckernförde • N 54°28’ E 9°50’
in reply to Jens Kube • • •Albrecht Köhnlein
in reply to Jens Kube • • •Jan ⦁ Eckernförde
in reply to Jens Kube • • •Montag
in reply to Jens Kube • • •@Jens Kube ich glaube, das wird nicht so gut funktionieren, weil viele (so wie ich auch) denken "Mit so einem Null-Beitrag" will ich mir nicht die Timeline vollballern.
Außerdem ist der Hauptunterschied zu den großen Datensilos ja auch, das hier unter interessanten Beiträgen viel mehr Diskussionen stattfinden als unter Insta/FB/usw. Beiträgen. Um im Fediverse echte "Reichweite" zu bekommen muss man interessantes, das zu Diskussionen einlädt veröffentlichen und, ganz wichtig, man muss sich an diesen Diskussionen auch beteiligen. Das Fediverse ist keine "Verlautbarungsplattform". Schau Dir z.B. mal das Profil von Ulrich Kelber an um zu sehen wie es gut funktioniert und gemacht wird.
Und wenn Du sehen möchtest, wie aktiv (und größtenteils doch gesittet) Diskussionen hier ablaufen können, verfasse mal einen Beitrag zum Thema Fahrradfahren und Helmpflicht, versehen mit entsprechenden Hashtags. Da hast Du ganz schnell einen Thread mit hundert Kommentaren und diversen Diskussionssträngen.
Harzretro
in reply to Jens Kube • • •#mastodon ist das einzige #SozialenNetzwerken welches ich neben Foren und Blogs nutze.
Nix mit größeren Konzernen.... ;)
Also eine eigenen Gruppe von Personen zum "Erforschen" ;)
starfrosch (inoffiziell)
in reply to Jens Kube • • •Mike G. Hyrm
in reply to Jens Kube • • •Melanie Wehowski
in reply to Jens Kube • • •Streit sorgt immer für Reichweite.
Kurt Kettler
in reply to Jens Kube • • •Engelsbäckerei
in reply to Jens Kube • • •Ich bin jetzt seit fast drei Jahren hier und kann nur bestätigen, dass Follower allein unnütz sind. Diverse Leute traten aus diesem Netzwerk bereits in mein reales Leben und kamen ins Café. Mit anderen stehe ich postalisch in Kontakt, z. B. bez. des Austausches von Blumen- und Gemüsesamen. Ich schätze das politische Engagement sehr & habe bislang viel hinzu gelernt.
Benedikt
in reply to Jens Kube • • •Dgar
in reply to Benedikt • • •@Naturtrueb ✌️
Benedikt
in reply to Dgar • • •@dgar thank you! 🙂
Das wären international rund 12k. Nur für die Statistik.
Dgar
in reply to Benedikt • • •Has anybody called upon the legend @stux because I think they’d be down for something like this. 🤷
Benedikt
in reply to Dgar • • •Gina
in reply to Benedikt • • •Andreas Burger
in reply to Jens Kube • • •Fragt mal NGOs, wo sie mehr interaktion bekommen
Samson - tief In Berlin
in reply to Jens Kube • • •ArborIstManu
in reply to Jens Kube • • •Viele Grüße in die Runde.
urx
in reply to Jens Kube • • •Christoph Wolff
in reply to Jens Kube • • •Alexander Goeres 𒀯
in reply to Jens Kube • • •greynerd65
in reply to Jens Kube • • •MariCharlot
in reply to Jens Kube • • •Barbara Niedner
in reply to Jens Kube • • •sonja dolinsek
in reply to Jens Kube • • •Marcel Geveler
in reply to Jens Kube • • •"Niko" Krupinski 🧡🏴☠️
in reply to Jens Kube • • •I ❤️ FEDIVERSE
in reply to Jens Kube • • •マシュマロ
in reply to Jens Kube • • •Und die Menge an ungekennzeichneten Bots geht in Vergleich auch gegen 0.
Viele interessierte Leute folgen außerdem Hashtags, so wird man schnell über Themen gefunden.
@digitalcourage hat das gut erklärt: digitalcourage.de/blog/2025/di…
Die Reichweitenlüge | Digitalcourage
DigitalcourageYo Estaré
in reply to Jens Kube • • •tunda
in reply to Jens Kube • • •SldShr
in reply to Jens Kube • • •Chris
in reply to Jens Kube • • •Mo
in reply to Jens Kube • • •Ansonsten würde ich das Beispiel von @buersten anbringen. Da war es auch nicht die Reichweite per se.
KulturForum Kaarst
in reply to Jens Kube • • •mock
in reply to Jens Kube • • •mock
in reply to mock • • •Die Furie
in reply to Jens Kube • • •Ist das jetzt son olla
"Ich will meiner Schulklasse zeigen, welche Macht Social Media hat - retweetet bitte, damit sie was lernen"-2.0 Tröt?
😬
Viper539
in reply to Jens Kube • • •Regezi
in reply to Jens Kube • • •"Mach mit - andere sind schon längst da und gestalten für ein besseres Gemeinwohl!" 😉
holz_und_garten90
in reply to Jens Kube • • •Hauptsache Nicht Gendern
in reply to Jens Kube • • •Henning Uhle
in reply to Jens Kube • • •Norbert Schanne
in reply to Jens Kube • • •könntest du dann noch klarstellen, "was es sollte"?
Zeigen, dass man ne ganze Menge Retoots erreichen kann (keine Ahnung, ob das so ist bzw. welche Größenordnung anderswo normal ist)? Oder zeigen, dass auf 10 Retoots auch 1 inhaltliche Rückmeldung kommt?
1 Primåt
in reply to Jens Kube • • •@sn0wdiver hallo wissenschaftler*innen, kommt rüber, es ist nett hier und wir streiten nicht über rosenkohl
#rosenkohl