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Wie sieht das #Fediverse denn diese #Organspende Frage? Ist ein OptOut ausreichend in diesem Fall? Wie viel Aufwand muss getrieben werden um zu prüfen ob ein OptOut vorliegt?

Ich persönlich finde es OK, wenn jeder per se Organspender ist, was ich nicht OK finde ist, dass dies teilweise auch stark kommerziell genutzt werden kann.
Ich bin bereit nach meinem Tod Teile meines Körpers an andere kranke Menschen zu geben wenn diese dadurch ein besseres, längeres oder gesunderes Leben führen können, ich möchte aber nicht da daraus Gewinn geschlagen wird. Es muss Grenzen geben, dann finde ich ein OptOut OK welches im Portmonnaie mitgeführt werden muss. Kein Portmonnaie, dann auch keine Organspende ohne Zustimmung der Ehepartnerin / des Ehepartners oder eben direkte Verwandte. Vielleicht gibt es auch andere bessere Wege des OptOut?

#Frage #Gesundheit #Organspender

Rechtlich kann ich es nicht einschätzen, von meinem Verständnis her ist es aber schon ein starker Eingriff in den persönlichen Bereich.

Problematischer sehe ich den Vertrauensverlust, den die Organspendepraxis im Zuge der letzten Skandale erlitten hat. Es gibt nicht wenig Menschen, die befürchten, sie hätten im Krankenhaus als Organspender eine schlechtere Überbenschance. Dieses fehlende Vertrauen baut man nicht mit einer solchen Gesetzesinitiative auf. Außerdem nimmt man dann vom System den Druck, sich um Transparenz zu bemühen.

Eine Opt-in Lösung hielte ich daher für die bessere Lösung.

So ähnlich waren meine Gedanken gestern auch.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier auf den Gebieten des Organhandels und der Transplantationsmedizin Wachstum generiert werden soll. Jeder steht diesem Markt mit seinem Körper einfach so zur Verfügung. Am Ende des Lebens muss der Mensch doch auch noch zu etwas gut sein...

Kann sein, kann nicht sein. Wie gesagt es ist ein Gefühl.

Persönlich bin ich für eine OptIn Lösung, so wie bisher. Der Sinn einer Spende ist ja, dass ich selbst über meinen Körper verfügen kann und das Gefühl habe, am Ende bzw. mit meiner Spende * etwas gutes zu tun. Das geht nur, wenn ich eine freie Entscheidung treffen kann.
Dazu gehört natürlich eine gute Aufklärung und Motivation.
  • man kann ja auch zu Lebzeiten z.Bsp. eine Niere spenden
Wird in Zukunft erstmal alles erlaubt sein, was nicht verboten ist? Ob moralisch, gesellschaftlich oder gesetzlich.

Bei der Verwendung persönlicher Dat... show more

Eure Bedenken sind interessant, aber sie unterscheiden sich von meinen Bedenken. Ich denke die Verwendung der Organe ist weitestgehend geregelt, ich meine aber das eine Zustimmung zur Organspende auch andere Teile des Körpers umfasst als die woran man bei Organen direkt denkt, bspw. Teile der Knochen, Teile des Auges, der Haut und vielleicht andere, bei diesen sind dann die Regelungen aber nicht so strikt wie bei Transplantationsorganen. Ansonsten denke ich nicht das ein behandelnder Arzt anders behandelt wenn jemand ein Organspender ist, der Arzt hat ja keinen Vorteil von einer baldigen Spende.

Das Problem was durch OptOut gelöst wird ist, dass die Hürde geringer wird bei den Menschen Spender zu werden. Ich habe bspw. keinen Spenderausweis weil ich nicht weiß wo ich einen herbekomme und mich damit noch nie beschäftigt habe. Habe aber nichts dagegen wenn meiner Leiche Organe entnommen werden. Ich nehme an das ist bei vielen Menschen so.

@Utzer
Ich bin absolut für ein OptOut. Meine Organe sind eh nur geliehen, dann kann sie gerne jeder brauchen der sie benötigt, wenn ich sie todeshalber grad nicht verwende.

Finde OptOut die bessere Lösung. Schlimm genug, dass sich die wenigsten Menschen Gedanken machen, wie sie zu unserer Gemeinschaft etwas beitragen können, sondern sich nur um sich selbst sorgen. Wer religiöse oder anderweitige Gründe hat Organspenden abzulehnen (oder bestimmte Organe aus welchen Gründen auch immer einfach nicht hergeben möchte) kann das tun. Die breite Masse aber tut einen Dienst an ihren Mitmenschen, die sie selbst nichts kostet.
Es geht darum Menschenleben zu retten ffs

Naja, jeder sollte sich halt fragen, ob er selber Empfaenger einer Organspende sein moechte.
Wenn man diese Frage mit "Ja" beantwortet, ist es nur logisch, auch selber Organspender sein zu wollen.
Derzeit gibt es da halt eine Ungleichheit: es gibt mehr Empfaenger als Spender. Das ist nicht gut.

Ich finde es gar nicht schlecht so wie es ist, aber ich wünschte es würde stärker beworben, vor allem bei Risikogruppen. Ich bin Organspender geworden, als ich meinen Motorradführerschein gemacht habe. Einfach weil man halt schonmal jung und mit brauchbaren Organen stirbt.
Vielleicht könnte man Fahrschulen da ein bisschen hinschubsen das anzubieten.
Ich kenne keine Statistiken, aber vielleicht lohnt sich das auch bei Snowboardern, Fallschirmspringen, Dachdeckern und Feuerwehrleuten.

Ich finde OptOut nicht in Ordnung. Es ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre des einzelnen. Ich komme aus dem Kommunismus und das erinnert mich an die Mentalität die da geherrscht hat "Wir müssen die Menschen zu ihren Glück zwingen" oder "Der Staat weiß was besser für dich ist"
Es sollte bei der jetzigen Regelung bleiben, da muss man sich halt damit abfinden.

@Utzer Ich finde das gut. Gibt es in anderen Ländern schon lange und es funktioniert dort. Müssen das Rad also nicht neu erfinden. Wenn (fast) jeder Organspender ist, wird es so viele Organe geben, dass es keinen monetären Anreiz mehr gibt, weil es keine Knappheit mehr gibt.

Finde die Argumente hier interessant, sowohl die für OptIn als auch für OptOut.

Fakt 1:
Menschen leiden und sterben, weil es viel zu wenig Spenderorgane gibt
Fakt 2: Das wäre mit einer Opt-Out-Lösung nicht mehr der Fall. Das lässt sich in den Ländern ganz klar sehen, in denen es bereit so geregelt ist und es ist ja auch ganz schlicht logisch

Man müsste somit schon mit verdammt guten Argumenten kommen, um das Opt-In nicht als ganz und gar miserable Regelung dastehen zu lassen. Das einzige richtige Argument, das ich da aber immer wieder höre oder lese ist, dass Leute nichts mit kommerziellem oder gar kriminellen Organhandel zu tun haben wollen.
Aua...

Leute, überlegt doch mal: Durch eine Opt-Out-Lösung werden Organe nahezu wertlos. Damit irgendwelche krummen Dinger zu drehen lohnt sich überhaupt nicht mehr. Das größte/einzige Argument der Opt-Out-Gegner ist bei näherer Betrachtung ein riesiges Argument für das Opt-Out!

Dass diese simple Argumentation nicht ständig ganz groß in der politischen Diskussion zu diesem Thema verwendet wird, ist f... show more

@utzer Ich finde jeder sollte eine Bewusste Entscheidung treffen. Anstatt FOCUS oder Automotorsport lesen, den Spendenausweis ausfüllen.

@utzer im Wartezimmer einer Arztpraxis meine ich.